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Erinnerungen an 1986 werden wach! GIESSENER ALLGEMEINE vom 17.März 2011 – leicht gekürzt … mit schierer Fassungslosigkeit verfolgt man beim Langgönser Arbeitskreis »Leben nach Tschernobyl« die Bilder vom Katastrophen-Szenario in Japan. „Wir warnen schon lange davor, dass die Menschheit so etwas noch einmal erleben muss. Das alles ist so furchtbar, dass wir es überhaupt nicht richtig begreifen können«, fasst Gerhard Keller die persönliche Betroffenheit auch namens der Arbeitskreis-Verantwortlichen Eberhard Klein und Reinhard Knauf zusammen. Man wolle nun keineswegs mit erhobenem Zeigefinger dastehen, allerdings müsse Politik nun klar aufzeigen, wie es mit der Atomenergie und nach dem vorübergehenden „Ausstieg vom Ausstieg“ nun weitergehen solle. Gerhard Keller: »Jetzt nur auf Wahltermine zu schauen, wäre keine angemessene Reaktion, sondern erbärmlich«. Denn nur allzu deutlich noch stehen den Arbeitskreis-Aktiven ihre Begegnungen in der Tschernobyl-Region vor Augen: »Wir haben Menschen kennengelernt, die strahlenkrank waren, den Tod vor Augen hatten .Nicht auszudenken, welch furchtbares Desaster nun auf Japan zukommen könnte. Wo sollen die Millionen Menschen hin?“ Betroffenheit löst bei Keller, Knauf und Klein vor allem der Brief einer Pfarrerin der deutschen Evangelischen Gemeinde in Tokio aus, der hierzulande schon in Gottesdiensten verlesen wurde: »Das Entsetzen ist so groß und so nah, dass ich es nicht fühlen kann. Es passt in eine Seele nicht hinein. Gerhard Keller |
