Die Kleiderkammer in Borispol Drucken

Fast von Anfang an haben wir begonnen, gut sortierte Kleidung für die Evakuierten der Tschernobyl-Katastrophe nach Borispol zu liefern. Dies war erforderlich, da die Menschen aus der Sperrzone nur das Allernotwendigste mitnehmen konnten.

Aus diesen anfänglichen Lieferungen entstand in Zusammenarbeit mit unseren Partnern in Borispol eine gut ausgestattete Kleiderkammer.

Hier kann den Bedürftigen – und es sind heute nicht mehr nur die Tschernobyl-Betroffenen – mit notwendiger Bekleidung, Wäsche und sonstigem Bedarf für den Haushalt  geholfen werden.

Was in Langgöns gesammelt und sorgfältig verpackt wird - es sind immerhin ca. 1200 Kartons pro Transport - muss dann von den Frauen unserer Partner in den selbst gefertigten Regalen und Kleiderständern präsentiert werden, damit die Bedürftigen ihren Bedarf decken können.

Die Menschen aus der Region Borispol sind für diese Hilfe sehr dankbar, da sie hierdurch in der Lage sind, das eingesparte Geld für den notwendigen Lebensunterhalt und vor allem für dringend notwendige Medikamente verwenden zu können.

Die Versorgung der Kleiderkammer  wird daher auch weiterhin ein wichtiges Standbein unserer Arbeit bleiben.

Natascha Logatschowa (Leiterin unserer Partnerorganisation in Borispol) berichtete, dass sie zwischenzeitlich dabei sind, neue Räume auf dem Klinikgelände zu beziehen.  Die Renovierungsarbeiten gingen gut voran und man sei zuversichtlich, dass alles bis zum Konvoi im Herbst so hergerichtet sein wird, dass die Kleidung gut und trocken gelagert werden kann. Erfreut zeigt sie sich darüber, dass die Räume auch im Winter durch die darüber liegende Wäscherei der Klinik geheizt werden können  und auch eine Toilette zur Verfügung stehe. Die Organisation und Verteilung liegt in den Händen von 8 Frauen.