Bezirkskrankenhaus in Borispol Drucken
Das Bezirkskrankenhaus in Borispol wird von unserem Arbeitskreis seit 1990 mit medizinischen Geräten und Medikamenten versorgt.

krhaus Das Haus nimmt einen allgemeinen Krankenversorgungsauftrag mit 650 Betten für ca. 100.000 Einwohner wahr.

Als Fachdisziplinen sind Unfallchirurgie, Chirurgie, Urologie, HNO, Kinder- und Frauenheilkunde, Geburtshilfe, innere Medizin, Kardiologie, Nephrologie und Infektion vertreten.

Im Juli 1999 wurde aufgrund einer Häufung von Krankheitsfällen eine Tuberkulose-Station mit 50 Betten ihrer Bestimmung übergeben. Eine Intensivstation ist mit Hilfe des Arbeitskreises im Aufbau.
Von der Ukraine werden für den Betrieb des Krankenhauses pro Einwohner und Jahr 136 Griwna (entspricht 21 Euro bei vergleichbarer Kaufkraft) bereitgestellt. Von diesem Betrag müssen sämtliche Kosten (Löhne, Gebäude, Betriebskosten, Medikamente etc.) abgedeckt werden. Die extrem knappe finanzielle Lage wird noch durch die Tatsache verschärft, dass im Bezirk Borispol 17.000 Weltkriegsveteranen sowie Tschernobyl-Geschädigte kostenlos versorgt werden müssen. Vor diesem Hintergrund ist es selbstverständlich, die Hilfe auch in den kommenden Jahren fortzusetzen. Dabei wird darauf zu achten sein, insbesondere junge Menschen vor Ort zu mündigem und entschlossenen Handeln zu motivieren. krhausflur
Dass Ärzte und Schwestern im Laufe der Jahre gelernt haben, dringend notwendigen Bedarf selber anzumelden und nicht nur auf das zu warten, was aus Langgöns kommt, ist sicherlich ein Indiz für das wachsende Selbstbewusstsein der Menschen, mit denen wir nunmehr schon über viele Jahre freundschaftlich verbunden sind.

Die Klinik übermittelte ebenfalls ihren Dank für unsere Unterstützung und bittet, wenn es möglich ist, um weitere Versorgung mit klinischem Bedarf. Auch hier habe sich die finanzielle Hilfe durch den Staat eher verschlechtert. Mit dem Konvoi 2011 wurde daher neben Rollatoren und Gehhilfen auch wieder medizinscher Bedarf auf den Weg gebracht.