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Der Arbeitskreis "Leben nach Tschernobyl" in der evangelischen Kirchengemeinde Langgöns arbeitet im 21. Jahr auf zwei Feldern. Einmal galt und gilt unsere Hilfe in all den Jahren den Opfern der Katastrophe von Tschernobyl, die seinerzeit nach Borispol bei Kiew umgesiedelt wurden. Diese Hilfe wurde im Laufe der Jahre ausgeweitet und erreicht aktuell Arme, Kranke, alte Menschen, kinderreiche Familien. Hier arbeiten wir über unsere Partner-Gruppe eng mit der Stadtverwaltung in Borispol zusammen.
Mit neuem Schwung ins neue Jahr - so oder ähnlich lautete immer die Maxime des Arbeitskreises. Unsere Hauptziele sind:
- Das Borispoler Krankenhaus bekommt - alle Jahre wieder - eine Grundausstattung an Klinikbedarf, das gleiche gilt für ein Altenheim.
- Wir haben eine Nähstube für die Ausbildung junger Frauen eingerichtet. Natascha Logatschowa wird weiter bei bei der Einrichtung und dem Betrieb ihrer Nähstube unterstützt.
- Die Unterstützung der Suppenküche in Borispo für die Versorgung alter Menschen steht nach wie vor auf der Agenda des Arbeitskreises.
- Wichtig ist duns die seit über zwanzig Jahren bestehende Kleiderkammer, die nach wie vor von vielen Menschen in Anspruch genommen wird.
- Suche nach einer größeren Räumlichkeit in der Umgebung D-35428 Langgöns, in der wir ohne Angst vor kurzfristigen Kündigungen arbeiten können.
Das andere Standbein unserer Gruppe ist der unermüdliche Kampf gegen den Einsatz der Atomenergie, der durch die schrecklichen Ereignisse in Japan in diesem Jahr eine bedrückende Aktualität bekommen hat. Es wäre sicher falsch und auch wenig hilfreich, jetzt den Finger zu heben und zu sagen: Seht ihr, wir haben immer darauf hingewiesen, dass sich Tschernobyl wiederholen kann, aber nur wenige haben uns zugehört. Immerhin hat die Katastrophe von Fukushima hierzulande sogar die Regierenden zum Umdenken bewegt - der Beschluss, in Deutschland aus der Atomenergie auszusteigen, ist ein Ereignis von welthistorischer Bedeutung - das darf man nicht vergessen!
Außerdem: Ganz und gar ungeklärt ist ja nach wie vor, was nach dem Ende der Laufzeiten mit den alten und maroden Kraftwerks-Ruinen geschieht. Und: Wohin mit dem "strahlenden" Müll, der ja verstärkt anfällt, wenn die Atomkraftwerke vom Netz sind? Gründe genug, die zeigen, warum es wichtig ist, dass der Arbeitskreis auch bei diesen Fragen "am Ball" bleibt.
Gründe genug, vielleicht, beim Langgönser Arbeitskreis mitzumachen? |